Ranch Roping - Was ist das überhaupt?

Ursprung

Die californischen Cowboys- auch Vaqueros genannt- benutzten ihr Rope, um Rinder von der Herde zu separieren, beispielsweise zum Brennen, zur medizinischen Versorgung o.ä. Um die Tiere möglichst wenig zu stressen, wurden die gezielten Würfe meist aus dem Stand oder im Schritt ausgeführt. Durch die im letzten Jahrhundert einsetzende Technisierung geriet das traditionelle Ranch Roping fast in Vergessenheit.

Ranch Roping heute

Auch heute steht der gefühlvolle, präzise Umgang mit dem Rope an vorderster Stelle. Roping-Begeisterte finden sich unter Reitern und Nichtreitern, für letztere beschränkt sich die Arbeit jedoch auf die Groundwork. Auch einige Tierärzte und Landwirte haben das Roping als Erleichterung ihrer täglichen Arbeit im Umgang mit scheuen Tieren zu schätzen gelernt. Doch am Anfang steht das Erlernen der ca. 30 verschiedenen Heading- und Heeling-Würfe vom Boden aus.

Auch bei der Arbeit zu Pferd ersetzt der Dummy erst einmal das lebende Tier. Wenn alle Würfe sitzen, werden die Pferde (vorerst ohne Rope) an die Rinderarbeit herangeführt. Hier ist es wichtig zu lernen, die Rinder zu dirigieren und ihre Reaktion vorherzusehen. Im Verlauf des Trainings ist deutlich erkennbar, dass die Pferde so einen Sinn in Sidepass, Backup, Stop und Hinter- und Vorhandwendung sehen. Sie lernen, auch in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben und sich auf den Reiter zu konzentrieren. In unserem letzten Kurs haben die Pferde (allesamt noch nie am Rind gewesen!) mitgearbeitet wie "alte Hasen"- auch wenn manche auf anderes gefasst waren... ;-)

Sind diese Abläufe gefestigt, kommt endlich das Rope hinzu. Wir arbeiten aus Tierschutzgründen nur mit Breakaway Honda, so dass sich die Schlinge bei Zug öffnet und das Tier nicht verletzt werden kann. Auf den Fotos erkennt man, dass die Arbeit mit Ruhe und Geduld vonstatten geht und weder Rinder noch Pferde Stress ausgesetz sind.

Ein Highlight ist natürlich das Open Range Roping: ohne eine begrenzende Hallenbande müssen Pferd und Roper zeigen, dass sie die Herde auch auf offenem Terrain unter Kontrolle haben und sie ruhig und sicher dirigieren oder einzelne Tiere separieren können, ohne dass Hektik aufkommt oder die Rinder flüchten. Hier ist Teamwork gefragt: Unachtsamkeit oder Übermut kann die Herde aufscheuchen- und man kann sich vorstellen, was passiert, wenn 20 oder mehr Rinder das Weite suchen...

Wer mehr über Ranch Roping erfahren möchte, kann uns gerne kontaktieren oder an einem der nächsten Kurse teilnehmen.